Gebete und geistliche Impulse
Das große Geschenk Gottes an uns ist seine Kraft: der Geist Jesu, der uns zu Unglaublichem befähigt - wenn wir dieses Feuer in uns am Brennen halten - durch das Gebet.
- Das Gebet ist Ausdruck einer persönlichen Beziehung zu Gott, die wie jede heile Beziehung heilsam und stärkend ist,
- im Gebet findet der Mensch zu Gott, und über ihn zu seinem eigenen Ich und seiner Bestimmung.
- das Gebet verwandelt den im Geist Jesu Betenden und macht ihn Christus ähnlicher
Die ureigene Mission der Malteser ist es, im Geiste Jesu an den Armen und Kranken zu handeln. Dazu ist das Gebet eine unverzichtbare Voraussetzung. Wo das Gebet fehlt, fehlt der Geist Jesu beim Helfen. Dann wird im Antlitz des Kranken nicht mehr Christus selbst gesehen, sondern er verkommt zum Objekt der Hilfe.
Das Gebet ist absolut unverzichtbar für den Dienst der Malteser. Ohne eine lebendige Beziehung zu Gott, die sich in der direkten Ansprache des DU Gottes im Gebet ausdrückt, erlischt das innere Feuer.
Beten oder ein spiritueller Impuls ist immer möglich:
- zu Beginn einer Sitzung oder eines Dienstabends
- zu Beginn eines Einsatzes
- mit Verunglückten und ihren Angehörigen
- in einer Gruppenstunde der Malteserjugend
- bei Krankenbesuchen, im Altersheim
Eines der schönsten Gebete neben dem Gebet des Herrn, dem Vater Unser, ist das Gebet um das Kommen des Heiligen Geistes (die sog. Pfingstsequenz). Dieses Gebet um den Geist Gottes paßt immer.
Komm herab, o Heilger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.
Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not,
in der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.
Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.